Die Bestattung von Toten auf Friedhöfen war eine Folge der Ausbreitung des Christentums. Allerdings wurde die Friedhöfe schnell zu klein und man bewahrte die bei der Neuanlage eines Grabes entdeckten Gebeine in einem Gebeinhaus auf. In größeren Orten waren die Beinhäuser durchwegs zweigeschossig: eine Gruft im unteren Teil und im Obergeschoß einen Kapellenraum.
Erstmals wurde das Gebeinhaus in Iphofen 1380 erwähnt. Allerdings war die weitere Entwicklung des Gebeinhauses und des Kapellenraumes mehr vom Verfall und Niichtgebrauch geprägt. Erst zum Ende des 20. Jahrhunderts wurden beide Räume wieder ihrer ursprünglichen Verwendung zugeführt und so restauriert, wie sie heute zu sehen sind.
Weitere Informationen sind im Kirchenführer (Schnell & Steiner, Kunstführer Nr. 333) nachlesbar.